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Mord in Elmpt
45 Jahre ist es her. Da wurde hier ein junges Mädchen gefunden. Tot. Verscharrt. Eine lange Zeit - die Tat vergessen! Bis sich jetzt der Täter gemeldet hat.
Er hat einen Brief an die Polizei geschrieben. Anonym. Er habe einen Menschen getötet. Er habe das nicht gewollt.
Ich habe es mein Leben lang nicht vergessen, schreibt er. Was heißt das wohl? frage ich mich. Was war sein erster Gedanke, wenn er morgens aufwachte? Gab es Momente, ganze Tage oder Wochen, an denen er die Tat vergessen konnte?
Es gibt Berichte von Menschen, die Schuld auf sich geladen haben. Einer ist mehr als 2500 Jahre alt. Damals schrieb einer: Als ich es verschweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine. Eine altertümliche Sprache.
Wir sagen heute: ich hab das die ganze Zeit mit mir rumgetragen. In der Regel haben wir dabei nicht mal gegen ein Gesetz verstoßen. Aber wir haben etwas getan, unbedacht oder aus einer Wut heraus, was uns heute leidtut. Doch es fällt schwer, es einzugestehen.
Der Mensch aus der Bibel hat einen Weg gefunden. Er hat seine Tat Gott gestanden. Das hat ihm geholfen und es hilft Menschen bis heute. Das, was sie am liebsten vergessen wollen, ans Licht zu holen. Sich selbst nicht zu belügen. Zu dem zu stehen, was man getan hat. Gezielt oder im Affekt. Gestern oder vor einer halben Ewigkeit.
Sprecherin: Christiane Birgden
Mord in Elmpt
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