Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

15.08.07, Jönk Schnitzius

Enough

I cant believe this / When the six oclock news say /There are people in the streets

And I cant
I cant believe this
The pain I feel inside
When theyre wasting all our food
And theres people of this world
Are hungry too

Overvoice:
Ich kann es nicht glauben
Wenn die 6Uhr Nachrichten sagen,
daß es Leute auf der Straße gibt, die kein Dach über dem Kopf haben

Und ich kann es nicht glauben
Dieser Schmerz, den ich in mir fühle,
wenn sie all unsere Lebensmittel verschwenden,
und es gleichzeitig Leute auf der Welt gibt, die hungern.

Autor:
Nichts Neues. Vertraute Nachrichten. Vertraute Bilder. Leider.
Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander.
Das Gefühl zu kurz zu kommen, zu wenig zu kriegen, scheint um sich zugreifen.
Klar, wer Hunger hat, braucht Brot.
Wer keine Wohnung hat, ein Obdach.
Nur, - allzu oft scheint die Angst, es sei zu wenig da – auch für mich – sich gerade auf materielle Dinge zu beziehen.
Fast kommt es mir so vor, als wäre diese Angst, so etwas wie ein Grundantrieb mit Glaubenscharakter geworden:
Und deshalb müssen alle kämpfen, sichern und horten, - weil: es ist auf jeden Fall zu wenig.

Marla Glenn setzt dem in ihrem Lied  „enough“ „genug“ eine andere Überzeugung entgegen. Wie ich finde: Ein Glaubensbekenntnis:

Musik:
There´s enough life
To spread around
There´s enough love
To pass down
There´s enough hope
To open your eyes
Just to find
There´s enough light
To shine around   

Overvoice:
Es gibt genug Leben
Was überall wächst
Es gibt genug Liebe
Um sie weiterzugeben
Es gibt genug Hoffnung
Um unsere Augen zu öffnen
Um zu entdecken, daß
Da genug Licht ist
Um überall zu scheinen

Autor:
Das lässt sich leicht sagen, wenn es einem gut geht.
Und wenn nicht?
Wenn da wirklich nicht genügend Licht, Liebe und Hoffnung ist?
Dann ist erst einmal Zeit zu klagen, meine ich.
Über Unrecht und Schmerz, Enttäuschung und Angst.
Die Frage ist nur:
Bringt mich mein - vielleicht momentaner – Mangel zu dem Glauben:
So ist die ganze Welt.
Ein einzig Mangelland.
Oder hat der Glaube eine Chance, von dem Marla Glenn inbrünstig singt:
Es ist genug da. Genug Licht, Liebe und Hoffnung.

Als Christ lebe ich davon, dass ich nicht Gott bin.
Und das die Hoffnung größer ist als die Ohnmacht, Liebe stärker ist als Hass,
und Leben mehr als der sichere Tod.

Sicher. Das sind Glaubenssätze, oft wider den äußeren Anschein.
Doch das Versprechen Gottes gilt: es ist genug da.
Für nicht wenige ist dies Erfahrung geworden.

Musik:
No more wars
No more hungry people/children
No more suffering
Enough is enough

Over voice:
Keine Kriege mehr
Keine hungernden Kinder mehr
Kein hoffnungsloses Leiden

Genug ist genug.
e umfangreiche Songtext

Audiobeitrag Enough


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