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Eltern-Kind-Reisen
Diesen Sommer habe ich den Urlaub mit meinen Eltern verbracht. Ich hatte frei, war aber knapp bei Kasse.
Und als sie mich fragten, ob ich nicht zwei Wochen mit ihnen auf Korsika verbringen möchte, hab ich spontan ja gesagt. Schon auf der Hinfahrt ist mir dann klar geworden: Die Idee war vielleicht doch nicht so gut. Ich wohne seit ein paar Jahren schon nicht mehr zu Hause. Und meine Eltern haben sich daran gewöhnt, zu zweit zu leben.
Jetzt saßen wir plötzlich wieder zusammen im Auto und rollten Richtung Süden. Ein komisches Gefühl, irgendwas zwischen total vertraut und total nervig. Meine Mutter hatte Brötchen geschmiert, so wie immer. Papa machte konsequent alle zwei Stunden Pause, genau wie früher. Und ich saß natürlich hinten. Die Rolle, die man in einer Familie spielt, wird man wohl nie los.
Der Urlaub selbst war dann gar nicht so schlimm: Wir haben uns nicht gestritten oder so was. Aber als meine Mutter vorschlug, das könnten wir doch jetzt öfter machen, habe ich trotzdem abgelehnt.
Meine Eltern waren natürlich enttäuscht. Sie haben wohl nicht wirklich verstanden, warum ich nächstes Mal lieber ohne sie verreisen möchte. Aber ich wollte ihnen auch keine falsche Hoffnung machen. Irgendwann hätte ich ja sowieso mit der Wahrheit rausrücken müssen.
Dann lieber gleich ehrlich sein auch wenns ein bisschen weh tut.
Sprecherin: Christiane Birgden
Eltern-Kind-Reisen
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