Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

07.07.07, 06.30-07 Uhr, Thomas Förster

Mr. Bean und die Tür zum Himmel

Wer jetzt in den Urlaub fährt, kommt hoffentlich leichter ans Ziel als Mr. Bean in seinem letzten Kinofilm „Mr. Bean macht Ferien“.

Nach vielen komischen Katastrophen erreicht der kauzige Brite am Ende sein Urlaubsziel Cannes. Er landet allerdings nicht  am ersehnten Sonnenstrand, sondern im abgedunkelten Kinosaal des weltberühmten Filmfestivals.

Da öffnet sich plötzlich eine kleine Tür. Für Mr. Bean ist sie wie eine Tür zum Himmel, die den Blick freigibt auf das, wonach er sich so lange gesehnt hat: das Meer und den Strand. Wie magisch angezogen marschiert er nun durch die Tür geradewegs über Autodächer, mitten durch den Verkehr der Uferpromenade, bis er es endlich spürt: den Sand unter seinen Füßen, die Meeresluft in der Lunge und das Meer, das seine englischen Wildlederschuhe überspült.

Ich habe viel über Mr. Bean gelacht. Aber ich fand es auch bemerkenswert, mit welcher Zielstrebigkeit er sein Ziel ansteuert, ohne sich von Autos und Hindernissen aufhalten zu lassen.

Vielleicht kommt es darauf auch in Wirklichkeit an. Seine Sehnsucht zu spüren, sie nie aus den Augen zu verlieren, darauf zu warten, dass irgendwann der Himmel aufgeht und den Blick auf das Ziel freigibt. Und dann: den Mut zu haben loszugehen. Und sich dabei nicht aufhalten lassen, von den kleinen und großen Hindernissen, die einem den Weg verstellen. Bis man endlich am Ziel ist.

Sprecher: Michael Birgden

 

Audiobeitrag Mr. Bean und die Tür zum Himmel


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