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Von Kinder glauben lernen
Vor eine Frage sehen sich Eltern immer wieder gestellt. Egal, um was für ein Thema es geht: Wie sag ich's meinem Kinde? Daran wie ich meinem Kind etwas erkläre,
zeigt sich ja auch, was mir wirklich wichtig ist. Darum ist es nicht verwunderlich, dass die Diskussion um die Kinderbetreuung besonders intensiv, ja zum Teil recht heftig geführt wird. Hier geht es ja nun wirklich um's Eingemachte. Im Kindergarten kommen die Kinder das erste mal wirklich raus in eine fremde Umgebung, lernen von anderen und nicht mehr nur von uns, den Eltern. Da will man natürlich sicher sein, dass die Kinder auch wirklich gut betreut werden und etwas für's Leben lernen. Das gilt auch in Glaubensfragen. Darum ist es für viele Eltern wichtig, dass ihre Kinder auch im Kindergarten etwas über Jesus und Gott erfahren. O-Ton: Religion ist ja ein Teil unserer christlichen Kultur und im Kindergarten können sie die sehr gut kennen lernen. Das ist mal ganz wichtig.
Autor: Annette Nowak ist Mutter von drei Kindern. Dass ihre Kinder den evangelischen Kindergarten der Kirchengemeinde in Schildgen besuchen, ist ihr sehr wichtig, weil sie dort erfahren, was es heißt, an Gott zu glauben, und dass der christliche Glaube Menschen Halt und Orientierung geben kann.
O-Ton: Ich denk, das ist ganz wichtig, gerade in der heutigen Zeit, wo das immer mehr verschwindet in den Familien, und die das sonst nicht erfahren können, die Kinder, außerhalb der Familie. Dass sie da sehen, da wird noch mal, sag ich, Religion ausgeübt.
Autor: Es ist nämlich schwierig den eigenen Kindern etwas über den Glauben zu erzählen, wenn er außerhalb der Familie gar keine Rolle mehr zu spielen scheint. Umso wichtiger sind deshalb konfessionelle Kindergärten: Hier lernen die Kinder zum Beispiel die Bedeutung der christlichen Festzeiten und des Kirchenjahres ganz praktisch kennen, indem sie sie feiern. Grundwissen, das sie auch brauchen, um unsere Kultur zu verstehen und in sie hineinzuwachsen.
O-Ton: Es gibt ja viele nichtchristliche Kindergärten, wo dann Halloween gefeiert wird oder ein Lichterfest an St. Martin und so was würde mich persönlich stören.
Autor: Dabei geht es nicht darum, die religiöse Erziehung einfach in die Hände von Fachleuten zu legen frei nach dem Motto: Dann muss ich mir da keine Gedanken mehr darum machen. Ganz im Gegenteil. Die Kinder bringen das Thema Glauben mit nach Hause, sie erzählen von Josef und seinen Brüdern, wollen wissen, ob Oma auch in den Himmel kommt oder sie erklären der Mama warum sie Ostern feiern.
O-Ton: Das gibt mir dann selber noch mal Anlass, darüber nachzudenken und auch mit den Kindern noch mal drüber zu sprechen.
Autor: Religiöse Erziehung ist keine Einbahnstraße, sondern beide Seiten lernen voneinander. Auch Eltern können von ihren Kindern lernen, so wie Annette Nowak:
O-Ton: Ich sehe so an den Kindern, dass man sehr spontanen Zugang zum Glauben bekommen kann, einen sehr freudigen Zugang, wenn ich so sehe, wie sie in der Kirche singen und Freude dran haben, und irgendwie gar nicht lange nachdenken und überlegen, sondern einfach ihre Freude zum Ausdruck geben, das steckt an, das finde ich super.
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