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Die Rede der großen Gedanken
Die Rede der großen Gedanken in sich zu bewahren und alles an ihnen zu messen! Darauf kommt es an. Meint Dietrich Bonhoeffer. Hört sich ganz schön steil an.
Die Rede der großen Gedanken in sich zu bewahren Eigentlich kenne ich das. Auch wenn ich noch nie mit jemandem darüber gesprochen habe. Mit meinem besten Freund nicht. Und vielleicht noch nicht einmal mit mir selbst. Für mich ist das: das Vater-Unser.
Es besteht nur aus einer Handvoll Sätze. Und die treffen mich: Je nachdem, wo gerade mein Herz schlägt, was gerade dran ist.
Mich berührt schon gleich der Anfang, diese vertrauensvolle Anrede: Vater unser im Himmel. Oder diese einfache Bitte um das tägliche Brot. Sie hilft mir zu unterscheiden: Was ist wichtig, was nicht. Oder mich trifft die Stelle, wo man um Vergebung bittet. Und ich daran denken muß, wie ich Jana gestern so weh getan habe. Oder ich muss mich fragen lassen, ob ich bereit bin, von mir aus einen Schlußstrich zu ziehen und einen Neustart zu wagen, wenn es heißt: wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Am Ende dann denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Mich baut so ein kleiner Satz richtig auf.
Die Rede der großen Gedanken bewahren und alles an ihnen messen. Darauf kommt es wirklich an. Das Vater-Unser hilft mir dabei.
Sprecher: Michael Birgden
Die Rede der großen Gedanken
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