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"Du sollst Deine Kinder ehren"
Tina ist viel allein. Ihr Mann meist auf Reisen angeblich alles dienstlich. Früher war sie auch viel unterwegs. Insbesondere in Asien. Sie war Tänzerin.
Ihre Company weltberühmt. Jetzt hat sie zwei Kinder. Tim ist fünf Jahre alt und Jo drei. Auch das ein Fulltime Job mit chronischem Schlafmangel.
Manchmal flippt Tina aus. Dann sagt sie zu Tim und Jo: Passt bloß auf, sonst bin ich weg. Dann könnt Ihr Euren Scheiß hier alleine machen. Tim schießen dann die Tränen in die Augen. Er hat Angst, dass Mama wirklich geht. Was dann? Papa kommt ja auch kaum noch. Manchmal will Mama aber auch unbedingt kuscheln. Dann drückt und knutscht sie ihn, bis er keine Luft mehr bekommt und sagt: Ach, mein Mausebärchen. mein ein und alles. Ohne dich wäre ich schon längst weg
Wenn Tante Ilse anruft, redet Mama schlecht über Papa. Dass er eine dicke Wurst sei und ein Schlappschwanz. Das findet er dann richtig blöd. Aber er sagt nichts.
Willkommen ---- bei den Meiers ich nenne sie mal so. Mittleres Einkommen, zwei Kinder, ein Reihenhaus und drei Hamster.. Alltag in der Mittelschicht. Eben. Nichts besonderes, denken sie? Ich finde schon.
Für mich ist das Missbrauch emotionaler Missbrauch. Leider Alltag, wie das Glas Bier oder die Kippe. Etwas, das nicht in Ordnung ist, über das aber niemand redet.
Mutter sperrt Baby in Gefriertruhe, Tochter von Stiefvater missbraucht. Das sind Schlagzeilen. Stimmt. Mutter küsst Sohn auf Mund ja und? Das interessiert nicht. Das Thema taucht nicht auf, weder in Zeitungen noch im Radio. Geschweige denn im Fernsehen.
Viel geredet wird indes über das vierte Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, über den Generationenvertrag, die jungen Alten, usw. Ich finde, es müsste ein elftes Gebot erlassen werden: Von wem ist mir egal. Ob von Moses oder von Merkel. Du sollst Deine Kinder ehren müsste es heißen. Konkret: Du sollst sie nicht als Schmusepuppe missbrauchen, weil dir dein Mann abhanden gekommen ist als Lover. Gilt für Väter übrigens auch!
Du sollst sie nicht für dein Unglück verantwortlich machen, denn sie sind nicht Schuld an deinem Unglück, sieh zu, dass du wieder glücklich wirst, Du sollst Deinen Kinder nicht drohen, das ist unfair, sie lieben dich und vertrauen dir, sie haben ein Recht, auch anderen Menschen zu vertrauen. Und später selbst Familie zu gründen.
Denk dran: Du sollst deine Kinder ehren. Sie sind ein Geschenk Gottes. Er hat sie dir anvertraut, damit sie bei dir Wurzeln schlagen, ihnen eines Tages Flügel wachsen und sie davonfliegen.
"Du sollst Deine Kinder ehren"
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