Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

28.02.07, 09-10 Uhr, Pfarrer Jost Klausmeier-Saß

Für andere und für mich

Marco macht eine Ausbildung zum Glaser. 3 Tage im Betrieb und auf Baustellen, 2 Tage in der Berufschule. Weite Wege, viel Zeit unterwegs.

Außerdem trainiert er Kinder zwischen 8 und 14 Jahren - Jiu Jitsu, die asiatische Kampfsportart zur Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Dafür ist er bereit, jede Woche noch zusätzlich eine Menge Zeit zu opfern. Neben Betrieb, Berufsschule und eigenem Haushalt.

O-Ton: Da bin ich um 5, 6 Uhr zu Hause, da hab ich – gut – noch halt Freundin, und dann noch Kampfsport – und dann noch arbeiten und lernen und so – also, es ist Moment ganz schwer. Also ich bin mitunter auch so bis Abends, 11, 12 Uhr, späte Stunde, dann noch zu Gange. Da ist meine Freundin manchmal sauer. Im Moment ist es schwer.

Sprecherin: Knappe Zeit, manchmal richtig Stress und dazu noch vielleicht Ärger mit der Freundin – warum macht Marco trotzdem weiter? Warum investiert er so viel Zeit für Andere?

O-Ton: Ich kriege dieses Gefühl – dieses Lächeln, dieses „Danke“ im Endeffekt so wieder, dass die Kinder dann sagen: „Ja, der hat, und der macht und der tut!“ Mir liegt da ganz, ganz viel dran, wenn ich ganz ehrlich bin:  Wenn ich jemandem was geben kann.

Sprecherin: Anderen helfen. Sie glücklich machen. Jemandem etwas bedeuten.  Darum geht es  im Leben.

O-Ton: Diese Kinder! Wenn ich die in der Stadt sehe, wenn ich  mit meiner Freundin unterwegs bin, dann kommen die an: „Ja, der hat mit mir trainiert! Der trainiert mich!“ Das ist immer ’n Super – Gefühl halt für mich, wenn man so sieht: die haben mich gern und so – das ist schon ganz in Ordnung.“

Sprecherin: Christiane Birgden

 

Audiobeitrag Für andere und für mich


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