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Gott tut
Redet Gott? Ja, Gott redet. Früher vielfältig durch Propheten. Doch schlussendlich durch seinen Sohn, durch Jesus Christus.
So sagt es das Neue Testament, so glauben wir Christen. Und wenn Gott redet, dann ist das kein Gerede wie bei uns: Worte, Worte, nichts als Worte... Oder: Was kümmert mich der Unsinn, den ich gestern geredet habe... Wenn Gott redet, dann heißt das: er handelt. Und wenn er durch Jesus Christus redet, dann handelt er durch ihn. Er redet und das hat Hand und Fuß. Das spüren die Menschen, als Jesus Christus die Trauernden und Friedfertigen selig nennt; und die Unrecht leiden oder weichherzig oder arm sind. Sie spüren es, wenn er die Geschäftemacher aus dem Tempel verjagt und die Menschen dort wieder beten lernen. Wenn der Sohn Gottes Kranke heilt, wenn er Sünden vergibt, dann redet und handelt Gott darin.
Was Jesus Christus tut, ist Gottes Tun. Und sein Tun ist: helfen, zum Leben verhelfen. In ihm redet Gott, geht er aus sich heraus, um uns zu erreichen; um das Reden der Propheten zu vollenden und zu besiegeln:
Die waren manchmal von Gott regelrecht begeistert und so sprachen sie vom Trost für die Armen, vom Recht schaffen für die Unterdrückten, von der Freiheit für die zu Unrecht Gebundenen. Sie malten Bilder von einer Welt, die heiler wird und gerechter. Natürlich, das sind gefährliche Bilder. Sie können unzufrieden machen mit der heutigen Welt und den Verhältnissen, wie sie sind.
Trotzdem: Gott hat es riskiert, so von sich reden zu machen. Und irgendwann sagt die Bibel dazu: All das, wovon die Propheten geredet haben es gilt. Von neuen Anfängen muss man, musst du, muss ich nicht nur träumen, sie sind möglich. Jesus Christus hat das bestätigt. In Gottes Namen hat er gepredigt und geheilt, sein ganzes Tun bringt uns Gott näher. Und wenn wir hinhören, aufmerksam werden, erkennen wir darin Gottes einladende Stimme: Keine Bange! sagt er zu uns. Kommt näher heran, habt keine Angst vor mir. Ich will mit euch reden. Ihr dürft Vertrauen haben. Ich rede durch ihn, den Sohn, den ihr kennt. Sein Wort an euch ist mein Wort; sein Tun ist mein Tun; seine Liebe ist meine Liebe. Der in euer Fleisch und Blut kam, ist mein Wesen. Habt keine Scheu vor der Größe und Weite, die sein Reden und Tun umspannt. Ihr seid da mittendrin: ich will nicht, dass ihr auf Distanz bleibt.
Früher mögen Menschen sich vor mir verborgen haben. Meine Nähe schien ihnen gefährlich. Doch nun rede ich durch meinen Sohn, ein Menschenkind und ihr müsst nicht in Ehrfurcht erstarren. In dem Sohn von der Krippe bis zum Kreuz bin ich euch ein offenes Buch, erkennbar geworden. Mein Reden mit euch, hört ihr es, seht ihr es?
Lassen wir uns darauf ein, dann geht Gottes Reden und Handeln sogar mit uns weiter. Er redet mit uns und vielleicht sogar auch durch uns. Und unser Reden wird ein Tun, ein Handeln. Wir reden und handeln in Gottes Namen, wenn wir anfangen, die Feinde zu lieben und denen zu verzeihen, die uns Böses tun. Das klingt abschreckend groß und heroisch. Aber das fängt ganz alltäglich an: Nämlich indem wir unsere Mitmenschen gelten lassen, indem wir die ganz Anderen respektieren und wenn wir dem eigenen Mann, der eigenen Frau, den Eltern, den Kindern nicht jedes falsche Wort ankreiden, sondern mit ihnen das Vergeben üben.
Gott tut
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