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Sieben Tage nonstop Gebet
Musik: ... you are, a worthy of my praise....... Amen! Jugendgottesdienst am Sonntagabend in der Marktkirche in Essen, mitten in der Fußgängerzone.
Viele Jugendliche gehen nach Hause, andere bleiben in der Kirche - die ganze Nacht. Und das, um zu beten! 24-7 Prayer, 24-Stunden-7-Tage-Gebet, heißt das internationale Projekt, an dem hier vor kurzem mehr als 100 Jugendliche teilgenommen haben. Dafür hat sich das Veranstalterteam von YourChurch, einem Netzwerk junger Leute aus verschiedenen Essener Kirchengemeinden, einiges einfallen lassen, erzählt Tobias Klug.
O-Ton: Wir haben ne Menge an Möbeln und Couchen und es irgendwie wohnlich gemacht im Kirchraum hier. Und Leute, die einfach in die Kirche rein gekommen sind hier, die Marktkirche in Essen ist einfach die einzige Kirche in der Stadt, wo allein nur weil sie hier steht, 70 Leute pro Tag etwa reinkommen, und die haben gefragt: He, warum sind hier Möbel, das ist doch kein Wohnzimmer! Aber ich find schon: Das ist ein Wohnzimmer, um auf den Schoß Gottes irgendwie zu kommen. Auf den Schoß des himmlischen Vaters, in seine Arme irgendwie zu krabbeln, da zu sein ...
Autorin: Die Kirche als Wohnzimmer, das finden viele Jugendliche cool. Auch deshalb, weil sich die Marktkirche komplett verwandelt hat: Es ist gemütlich warm, in einer Ecke steht ein Gebetszelt mit Teppichen, Kissen, Bibeln und Musikinstrumenten. Ein anderer Teil ist zum Kunst-Rasen geworden, mit Staffeleien und Farben. Daneben eine Klagemauer aus Maschendrahtzaun und Zeitungen mit Ereignissen aus aller Welt. Hier kann man anonym Papierrollen mit Bitten, Zweifeln oder Klagen einstecken. Du bist ein Gott, der mich sieht, heißt es im biblischen Monatsspruch für den Januar 2007. Für Jugendliche ist das hier eine ganz konkrete Erfahrung:
O-Ton: Also wir wollen halt 24 Stunden durchbeten, 7 Tage lang. Einmal weil es eine geile Idee ist, als Event. Und halt für jeden selbst, dass jeder die Möglichkeit hat, eine Stunde mit Gott zu verbringen.
O-Ton: Ich würd sagen, es sind alle Themen so, die einen selber betreffen, wie Schule, Freunde, oder auch Dinge von der Familie, oder die in der Welt geschehen, Krieg, Dinge, die man im Radio hört, was einen bewegt, wofür man beten kann, wo man denkt, dass man das vor Gott bringen könnte, wo man Hilfe braucht oder wo man für danken möchte.
Musik: Lied mit Gitarre ... du nur bist vollkommen gut zu mir .... Autorin: Tanja und Sebastian haben sich mit anderen für einige Zeit ins Zelt zurückgezogen. Eine Stunde beten, kein Problem, meinen sie, denn das bedeutet hier nicht unbedingt, mit gesenktem Kopf und gefalteten Händen auszuharren. Eine der acht Gebetsstationen zum Beispiel ist ein Original Dixi-Clo, wie es sonst auf Baustellen steht. Ein echter Überraschungscoup - in dieser Umgebung:
O-Ton: In der Kirche steht ein Dixi - Clo! Das ist im Prinzip: Im Großen Raum noch mal ein kleiner Raum, ein Rückzugsort, wo es ganz warm ist, weil Lampen drin brennen, ich konnte mich dahin zurückziehen, es war ein Ort der Geborgenheit. Das waren für mich persönlich die schönsten Momente in dieser Woche hier. Autorin: Ein Dixi-Clo als stiller Ort für Stille Zeit, das ist sicher gewöhnungsbedürftig. Du bist ein Gott, der mich sieht, für viele jedoch ist dieser Bibelvers an den fantasievollen Gebetsstationen der Marktkirche lebendig geworden. Dabei geht es Organisatorin Nala Hölscher allerdings nicht nur darum, Jugendliche mit Kirche vertraut zu machen:
O-Ton: Vielleicht auch die Kirche an Jugendliche heranzuführen. So wechselseitig halt. Und auch vielleicht älteren Leuten, die hier vorbeigehen einfach mal zu zeigen, dass wir irgendwie als Jugend noch was mit Gott zu tun haben wollen. Genau. Und ne gute Zeit zusammen zu haben.
Musik: ... you are the worthy of my praise. Amen!
Informationen: http://germany.24-7prayer.com/cms/ http://www.yourchurch.de/
Sieben Tage nonstop Gebet
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