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Feste planen
Liebe Hörerinnen und Hörer, guten Morgen! Eines Morgens wachte er auf und hatte eine Idee: Ich mache ein Fest.
Ich habe Lust auf eine Party mit meinen Freunden und neuen Bekannten. Ja, das mache ich, ein Fest, feierlich, schön, zu meinem Geburtstag. Der Mann macht eine Liste: wen lade ich ein? Was gibt es zu essen? Was muss ich einkaufen, wo bekomme ich die Blumen, wo die Tischdecken? Brauche ich etwas neues zum Anziehen für mein Fest? Rechtzeitig vor dem Termin gehen die Einladungen raus. Der Mann freut sich richtig drauf. Vor Wochen hatte er die Idee gehabt, und jetzt ist alles gut im Zeitplan, das Haus wird hergerichtet, der Garten. Dann der große Tag: die Tische sind gedeckt, die Blumen wurden gestern angeliefert, das Essen wird fertig, es duftet im ganzen Haus, die Leute für die Musik sind auch da, gleich geht es los. Fehlen nur noch die Gäste.
Der Mann wartet. Und wartet. Was ist los? Keiner da. Er läuft raus auf die Straße - nichts. Nach 2 Stunden schickt er den Diener los. - Heijeijei, das Fest, sagt der erste der Eingeladenen, richtig! Weißt du, ich habe gerade Land gekauft - hatte soviel im Kopf mit dem Geld und mit dem Vertrag, du weißt schon, und jetzt muss ich es mir in Ruhe ansehen, entschuldige mich bei deinem Herrn.
- Jaaah, jetzt fällt`s mir ein, sagt ein zweiter, das Fest, aber heute morgen ist das neue Vieh gekommen, muss ich mir jetzt angucken. Das verstehst du doch? Sag deinem Herrn, es tut mir leid - oder, besser: nein, sag ihm nichts, ich melde mich bei ihm in den nächsten Tagen.
- Ein dritter sagt: Ach, hatte ich das deinem Herrn nicht gesagt? Ich habe geheiratet! Die Feier ist seit gestern vorbei. Du verstehst schon - ich kann jetzt nicht.
Der Gastgeber versteht nicht. Er ist gekränkt und wütend, richtig sauer ist er. Keiner nimmt ihn ernst, nicht nur die drei, auch all die andern Gäste nicht. Die denken, seine Einladung ist völlig unwichtig. Hätten die denn nicht anders planen können? Warum hat er ihnen denn schon Wochen vorher Bescheid gegeben? Nicht mal abgesagt haben sie, unglaublich. Zum Schluss, so erzählt es der Evangelist Lukas, gibt es doch noch das Fest allerdings mit anderen Gästen; mit den Armen, mit Bettlern und Fremden und mit den Obdachlosen, halt mit allen, die der Diener so auf der Straße, an den Hecken und Zäumen aufgelesen hat.
Diese Geschichte ist ein Gleichnis. Ein Gleichnis für Gottes Einladung an uns Menschen. Die ersten Gäste wenden sich ab, wortlos, gehen ihren Alltagsgeschäften nach. Das heißt umgekehrt: eingeladen werden letztlich die, die ihre Geschäfte und Alltagsgedanken für einen Moment vernachlässigen. Die sich begeistern und anregen und trösten lassen mit der Aussicht: Ich freu mich auf das Fest! Ich komme gerne. Es tut mir gut, diese Auszeit vom alltäglichen Geschäft. Das Fest die Gemeinschaft mit Christus, mit Gott, kann der Gottesdienst sein am Sonntag, kann das Beten sein, kann ein Tag sein, an dem wir uns um Menschen kümmern, die wir fast vergessen glaubten.
Und das schönste: dieses Fest findet nicht nur einmal im Leben statt oder einmal im Jahr. Gott lädt uns ein, immer wieder.
Feste planen
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