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Schwerter zu Pflugscharen
Mit 16 trug ich einen Button. Darauf stand fett zu lesen: Schwerter zu Pflugscharen. Schon damals war mit klar. Dass ist etwas naiv gedacht.
Aber gleichzeitig war ich davon überzeugt: Es braucht immer eine Portion Naivität, um diese Welt zu ändern. Um so verblüffter war ich als ich die Meldung las: Rüstungsfirma will nun umweltfreundliche Waffen herstellen. Zum Beispiel: Granaten - ohne giftige Rauchentwicklung. Kugeln - die weniger Blei enthalten. Sprengsätze - die wieder verwertbar sind. Ja! Sogar kompostierbar sind.
Granaten mit Ökosiegel? Das ist in Zukunft denkbar! Klar, dachte ich, demnächst gibt es dann essbare Tellerminen. Tödlich sind diese Waffen doch immer noch. Aber wer weiß, wenn in den Köpfen von Waffenherstellern jetzt schon Umweltbewusstsein zuhause ist, mag da noch vielmehr möglich sein.
Darum bin ich dafür: Wir schreiben denen nun viele Briefe mit ökofreundlichen Ideen. Wie wäre es mit einer Armee aus Gummibärchen? Popcornschnellfeuermaschinenpistolen. Oder ganz klassisch: Torten. Denn eine Tortenschlacht entschärft jeden Konflikt. Und die Waffen sind hinterher garantiert essbar und in Punkto Umweltfreundlichkeit kaum zu toppen. Und dann ist die Idee: Schwerter zu Pflugscharen auch gar nicht mehr so abwegig.
Sprecherin: Christiane Birgden
Schwerter zu Pflugscharen
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