Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

14.10.06, 6.30-07 Uhr, Pfarrer Jost Klausmeier-Saß

Alles

Der Alltag. Die Schule. Der Job. Tagaus. Tagein. Morgens müde. Abends auch. Alltagstrott. Gewohnheit. Einerlei.

(Musikzuspielung Fettes Brot, Soll das alles sein?):
Immer wenn die Nacht anbricht,
immer wenn du wach daliegst,
fragst du dich: soll das alles sein? Soll das alles sein?

Sprecherin:
Und dann die Wochenenden.
Woche für Woche. 5 Tage Pflicht. 2 Tage Party und Ekstase - vielleicht.
Oder zumindest Ausspannen. Abhängen.
Aber auch Wochenenden können langweilig sein. Zur Routine werden.
Immer wieder gleich.

(Musikzuspielung Fettes Brot, Soll das alles sein?):
Immer wenn die Nacht anbricht,
immer wenn du wach daliegst,
fragst du dich: soll das alles sein? Soll das alles sein?

Sprecherin:
Ich finde: das soll nicht alles sein.
Das braucht nicht „alles“ zu sein.
Man muss das Schöne im Alltag sehen.
Den Farbklecks im Alltagsgrau.
Das Besondere im Normalen:
Da hat jemand gelächelt. Oder zugehört.
Da ist unerwartet was Schönes passiert.
Oder was Hoffnungsvolles. Oder Liebevolles.

Solche Momente, finde ich, brechen den Alltag auf.
Solche Momente bedeuten mir mehr als alles Alltägliche.
Sie sind mehr als alles Graue, mehr als aller Alltagstrott.
Man muss sie entdecken.
Heute zum Bespiel.

Sprecherin: Christiane Birgden

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