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Zeit für ein Comeback (Kim Wilde)
Als sie Kids in America rausbrachte, war sie gerade mal 20, zwischendurch war sie völlig weg vom Fenster, heute ist sie 45.
Kim Wilde kehrt zurück ins Pop-Geschäft und will, wenns geht, wieder in die Charts. Kein Comeback wie viele andere. Als Tochter von Marty Wilde, dem damals so genannten britischen Elvis, blieb Kim eigentlich gar nichts anderes übrig, als entdeckt zu werden und in rasantem Tempo zur Pop-Ikone der Eighties aufzusteigen. Als es spätestens Mitte der Neunziger einfach nicht mehr so gut lief, passierte ihr etwa auf den ersten Blick furchtbar Spießiges: Alles war irgendwie anstrengender geworden, erzählte sie dieser Tage im Interview dem SPIEGEL. Ich verliebte mich, heiratete, bekam zwei Kinder und wurde Hausfrau. Ich achtete nicht mehr auf mein Gewicht, wur-de sehr dick, und hörte sogar auf, mein Haar blond zu färben. Das war toll.
Was sich hier anhört, wie der Horror der verblassenden Tagesschau-Fee Eva Herman Frauen zurück an den Herd -, ist aber keineswegs das letzte Wort. Während einiger Achtziger Revival-Tourneen, so weiter im Interview, habe ich meine Liebe zum Pop wiederentdeckt.
Jetzt ist sie also wieder da. Und macht in bemerkenswerter Weise Ernst mit der alten biblischen Weisheit, dass alles seine Zeit hat. Denn mal ehrlich: So albern der neuerdings wieder breit getretene Streit zwischen Emanzen und Hausmütter-chen ist, so wahr ist es doch auch, dass in diesem Leben keine endgültige Rollen-zuweisung wirklich endgültig ist. Kim Wilde ist Zeugin!
Sprecher: Michael Birgden
Zeit für ein Comeback (Kim Wilde)
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