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Vor fünf Jahren
Heute vor fünf Jahren: Ich weiß es noch genau. Ich hatte den ganzen Nachmittag gearbeitet. Eine Kollegin rief mich an, um mir eine Information zu geben, die sie mir schon
mittags versprochen hatte. "Tut mir leid!", sagte sie, "hab' wegen der Sache in New York den ganzen Nachmittag vor dem Fernseher gesessen." "Welche Sache in New York?", habe ich zurückgefragt, und die Kollegin konnte kaum glauben, dass ich noch gar nichts von den Anschlägen auf das World Trade Center mitbekommen hatte.
Ich erinnere mich genau an das beklemmende Gefühl, das mich schon bei meiner Nachfrage ergriffen hatte, an meine Unsicherheit danach, ob ich weiter business as usual machen sollte oder nicht, an meine Angst, was nun passieren würde. Der 11. September 2001 ist ein Tag, der sich in unser kollektives Gedächtnis gebrannt hat. Es gibt Tage, die vergisst man nicht. Das sind Tage, die mir sagen: Alles kann plötzlich ganz anders kommen. Nichts ist, so wie es ist, selbstverständlich.
Vor fünf Jahren
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