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Erhoffte Zukunft
Es ist der 19. August 2006. Um genau 15.37Uhr betrete ich hinter einer Frau mit Regenjacke den großen Supermarkt am Stadtrand.
Es muss genau 15.37Uhr sein; und ich muss wirklich genau hinter dieser Frau da rein. Dann nämlich bin ich die 1millionste Kundin des Supermarktes und gewinne eine Reise für zwei Personen in die Dominikanische Republik. Woher ich das weiß...? Natürlich weiß ich das nicht! Aber... wäre das nicht klasse wenn ich immer schon vorher wüsste, wann was passiert? Wenn mein Leben berechenbar wäre? Die Antwort kann nur lauten: Nein, es wäre gar nicht klasse, sondern im Gegenteil: es würde mir mein komplettes Leben verderben.
Denn wenn ich wirklich wüsste, was mir die Zukunft bringt, dann wüsste ich nicht nur um das Schöne, auf das ich mich freuen kann. Sondern auch um das schlimme und das traurige, was auf mich wartet. Und ich bin sicher, eben diese negativen Dinge würden mich schon jetzt so runterziehen, dass ich an nichts anderes mehr denken könnte.Deshalb: Tut mir leid, liebe Wahrsager, Kartenleger und Sterndeuter. Ich brauche eure Dienst nicht.
Wenn es so etwas wie einen unveränderlichen Plan für mein Leben gibt, dann vertraue ich lieber auf den, der diesen Plan gemacht hat Gott. Und der hat uns wissen lassen: Ich will euer Glück und nicht euer Unglück. Ich habe im Sinn, euch eine Zukunft zu schenken, wie ihr sie erhofft. (Jer 29,11)
Sprecherin: Christiane Birgden
Erhoffte Zukunft
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