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Pfingsten - Fest der Begeisterung
Seit Monaten bereitet sich Deutschland auf die Fußballweltmeisterschaft vor. Viele Gäste aus aller Welt werden in dieser Woche erwartet.
Menschen sind begeistert vom Fußball, von der Stimmung in den Stadien, vom internationalen Wettbewerb. Den Gesängen der Fans, dem Jubel beim Tor, der Kameradschaft untereinander. Die meisten von uns werden dies an den Bildschirmen erleben , wenn am Freitag Deutschland gegen Costa Rica spielt.
Schön, dass die Fußballweltmeisterschaft gerade in dieser Pfingstwoche, in der Woche der Begeisterung, anfängt. Pfingsten erinnert sich die Kirche nämlich an die Jünger Jesu, die sich für Jesus Christus, ihren Star, begeisterten. In ihm erkannten sie den Sohn Gottes. Wer mit ihm ging, fühlte sich Gott ganz nah: Der sah die Welt mit anderen Augen. Der war nicht länger blind für die Schönheit des Lebens. Der war nicht länger taub für die Stimme der Außenseiter. Der konnte aufstehen und sich für andere einsetzen. Der war begeistert.
Jesus hatte sie zu einer Mannschaft zusammengeschweißt. Völlig unterschiedliche Typen: Einfache Fischer, genauso wie Zollbeamte und Kranke. Frauen und Männer, jung und alt sie alle gehörten zusammen, weil er sie berufen hatte.
Das tut er bis heute: mit der Taufe beruft Jesus Menschen in sein Team. Menschen sind von Jesus begeistert. Ob beim Papstbesuch in Köln, bei den Kirchentagen oder in den Gemeinden zu Hause. Knapp zwei Milliarden Menschen sind heute Christen auf der Welt. An vielen Orten der Welt feiern sie in ihren Sprachen Gottesdienste. Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft verstehen sich.
Fast so wie beim Fußball, wo die Sprache international wird in diesem Monat. Ob Tor oder goal die Begeisterung wird die gleiche sein. Fußball spricht eine Sprache, die jeder versteht. wirbt das Goethe-Institut.
Vom Bundestrainer, Sepp Herberger, der die deutsche Nationalelf 1954 im Wunder von Bern zur Weltmeisterschaft geführt hatte, sind einfache Fußballweisheiten überliefert. Er wiederholte immer: Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und: Der nächste Gegner ist immer der schwerste.
Für Menschen in der Kirche ist der Ball nicht rund, sondern eckig und heißt Bibel. Die bringen sie immer wieder ins Spiel. Und ihr Spiel dauert das ganze Leben. Darum ist auch für Menschen in der Kirche nach dem Spiel, also nach dem Tod, vor dem Spiel. Das ist die christliche Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Sie hoffen auf ein Finale, bei dem es nicht nur einen Weltmeister geben wird. Da sollen alle gewinnen. Fremde werden zu Nachbarn und Gegner zu Freunden. So lautet die Verheißung Gottes für den Himmel.
Damit schon heute ein Stück Himmel auf Erden sichtbar wird, dafür setzt Kirche sich ein. Darum ist der nächste Gegner nicht länger der schwerste, sondern der erste, der zum Freund werden soll. In diesem Sinne: eine faire Fußballweltmeisterschaft und Frohe Pfingsten!
Pfingsten - Fest der Begeisterung
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