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Rote Karte - Menschenhandel
Bis zu 40 000 Zwangsprostituierte werden nach inoffiziellen Schätzungen zur WM erwartet. Claes Bergström, schwedischer Politiker, hat deshalb die Kicker seines Landes
aufgefordert, ihre Teilnahme an der WM abzusagen. An einer Veranstaltung, die Menschenhandel fördert, kann Schweden nicht teilnehmen, begründet der Beauftragte der schwedischen Regierung für Gleichstellung seine Forderung. Und da sind sich die evangelische Kirche und der schwedische Politiker einig: Wer Frauen ausbeutet, kriegt die rote Karte
Doch im Kampf gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel rund um die WM ist für Deutschland der Zug schon fast abgefahren. Es wird immer wahrscheinlicher tatsächlich Zehntausende von osteuropäischen Frauen werden mit falschen Versprechungen nach Deutschland zur WM gelockt. Und Deutschland hat sich diesem Problem im Vorfeld der WM nicht wirklich gestellt.
Claes Bergström legt mit seinem Appell den Finger in die Wunde. Den schwedischen Fußballverband wird er kaum von seinem Vorschlag überzeugen können. Aber sein Vorstoß hat international viel Zustimmung erfahren. Und das hat Auswirkungen auf die nächsten Turniere. Der nächste WM-Ausrichter wird sich im Vorfeld mit dem Problem Zwangsprostitution mit Sicherheit etwas genauer beschäftigen müssen.
Sprecherin: Christiane Birgden
Rote Karte - Menschenhandel
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