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Fulla und Barbie
Barbie hat eine arabische Schwester. Und die heisst Fulla. Über 1,4 Millionen Mal hat eine syrische Firma die neue nahöstliche Barbievariante in den letzten zwei Jahren
verkauft. Wenn arabische Eltern ihrer Tochter eine Fulla-Puppe kaufen, dann wollen sie ihr damit die islamischen Werte mit auf den Weg geben. Weil Fulla nicht nur wunderschöne Rehaugen hat, sondern das verkörpert, was in der islamischen Mädchenerziehung immer wichtiger wird. Fulla ist ehrlich, liebenswert, respektiert Vater und Mutter und betet bei Sonnenaufgang auf ihrem pinkfarbenen Gebetsteppich. Auf der Straße trägt sie einen langen Mantel mit weißem Kopftuch. Sie wartet darauf, dass sie einmal heiratet.
Seit die Wertediskussion bei uns neu entbrannt ist, fragen sich auch hier viele: Was geben wir Kindern mit auf den Lebensweg? Barbie und Fulla sind dabei mehr als nur Spielzeug. Sie bringen einen Lebensentwurf, geprägt jeweils von ihrer Gesellschaft und deren Werten. Sie können einem Kind helfen, sich in der eigenen Kultur zurechtzufinden. Aber auch, es auf eine bestimmte Lebensart einzuschwören. In unserer Gesellschaft gehört Freiheit ganz wesentlich zum Lebensentwurf dazu. Freiheit ist christlich motiviert. Im Laufe der Geschichte ist sie für unser Leben selbstverständlich geworden.
Freiheit soll auch im Kinderzimmer beginnen. Und das soll kein Kriegsschauplatz der Ideologien oder Religionen sein. Kommen sie nun als Barbie oder als Fulla getarnt daher.
Sprecher: Michael Birgden
Fulla und Barbie
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