Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

27.03.06, 12-13 Uhr, Nils Hille

"4 Fragen an" Fatih Cevikkollu

Sprecher: Er ist der „Murat“ in der Fernsehserie „Alles Atze“. Fatih Cevikkollu aus Köln spielt schon sechs Jahre mit Atze Schröder die Ruhrpott-Comedy. In seinem eigenen

Bühnen-Programm „Fatihland“ erzählt er von seinem Zusammenleben mit Türken und Deutschen. 4 Fragen an Fatih Cevikkollu: Welchen Moment deines Lebens würdest du gerne noch einmal erleben?

O-TON:  Ich glaube, ich würde den Moment noch einmal wählen, wo ich mich das erste Mal verliebt habe. Da war ich dreizehn. Das du merkst, da ist ein Mädchen und das macht dich total kribbelig und glücklich. Und du entdeckst dieses Gefühl zum aller ersten Mal. Du denkst so „huch!“ Das würde ich gerne noch einmal erleben.

Sprecher:  In wen würdest du dich gerne mal hineinversetzen?

O-TON:  In Eminem würde ich mich gerne mal hineinversetzen, weil ich finde, wie der Typ rappt, das ist einfach unglaublich. Da kommt ja ganz viel Schmerz und Wut und Trauer und alles so zusammen raus. Das finde ich schon sehr beeindruckend.

Sprecher: Was würdest du gerne können, was du nicht kannst?

O-TON:   Ich würde gerne die Fähigkeit entwickeln, mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Ich merke manchmal meine Ungeduld. Und ich hätte gerne mehr Geduld, mit mir.)

Sprecher:  Was muss sich dringend mal ändern?

O-TON:  Die Selbstverständlichkeit von Türken in Deutschland. Es muss sich ändern, dass wir einfach hier leben und nicht mehr dieses Imageproblem haben, sondern als ganz normale Menschen, die hier aufgewachsen sind, als ein Teil dieser Gesellschaft akzeptiert werden. Dafür spiele ich auch das Programm, um das mal ein bisschen deutlich zu machen, dass wir uns doch ähnlich sind, als es  den Anschein hat.

Sprecher:  Nils Hille

Audiobeitrag "4 Fragen an" Fatih Cevikkollu


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