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Sri Lanka
Sri Lanki Musik einspielen…drunterlegenO-Ton: We had so many attacks. In some churches the organ had been stolen. In some churches the windows were broken by stones.
In some churches they came into the service and they asked to stop the service. So it was a real problem to the Christians.
Overvoice: Es gab schon viele Angriffe. In manchen Kirchen wurde die Orgel gestohlen oder es wurden Kirchenfenster mit Steinen beworfen und zerstört. Es kam auch vor, dass Unbekannte während des Gottesdienstes die Kirche stürmten und forderten, die Zeremonie zu beenden. Es war wirklich ein Problem für uns Christen.
Autorin: erzählt Amandi Peiris aus Sri Lanka. Als Christ in dem kleinen Inselstaat –zu leben, ist gefährlich. Nur etwa 7,5 Prozent der Menschen in Sri Lanka gehören einer christlichen Gemeinde an. Die meisten Singhalesen sind Buddhisten, die Tamilen, die in der Minderheit sind, Hinduisten. Nur 32.000 Christen gehören der Methodistischen Kirche in Sri Lanka an - , unter ihnen sind sowohl Singhalesen als auch Tamilen. Ein Grund für die Anfeindungen: Die Christen engagieren sich über die ethnischen Grenzen hinweg. Damit ecken wir an, vermutet Amandi Peiris. Schon während des Bürgerkriegs hat die Methodistische Kirche versucht, das Gebot der Nächstenliebe immer wieder praktisch umzusetzen. Sie haben Armen, Notleidenden und Kriegsopfern geholfen. Singhalesen wie Tamilen.
O-Ton: In Sri Lanka, the Methodist church has no race discrimination. I must clearly say it. We have singhales people, we have tamile people, we have burgers. My point of view is, race discrimination there is no logic in it. It´s something wrong.
Overvoice: Die Methodistische Kirche in Sri Lanka kennt keine Rassendiskriminierung. Ich muss das so klar sagen: Wir haben Tamilen in unserer Kirche und Singhalesen. Meiner Meinung nach ist Rassendiskriminierung unlogisch. Und ist einfach falsch.
Autorin: Zwanzig Jahre lang haben die Regierungstruppen der singhalesischen Mehrheit und der Rebellenorganisation LTTE der tamilischen Minderheit gegeneinander gekämpft. Von beiden Seiten wurden schwere Verbrechen begangen. Nun ist der Bürgerkrieg durch den massiven Militäreinsatz der Regierung vorbei. Doch immer noch werden hunderttausende Tamilen in so genannten Flüchtlingslagern festgehalten. Die Methodistische Kirche setzt unbeirrt weiterhin Zeichen des Friedens und arbeitet an der Versöhnung der Bevölkerungsgruppen. Allen Schwierigkeiten und aller Gewalt zum Trotz.
O-Ton: We could have done those things to other religions too, but the bible says, we must not do evil because of evil things. We must have an end to this violence. Especially people, not only in Sri Lanka, but in the whole world, are in need of inner peace and satisfaction.
Overvoice: Wir hätten die Gewalt auch gegen andere Religionen richten können. Aber die Bibel sagt, wir sollen nicht Böses mit Bösem vergelten. Wir müssen die Gewalt beenden. Die Menschen in Sri Lanka, aber auch in der ganzen Welt sehnen sich nach innerem Frieden und tiefer Erfüllung.
Autorin: Böses nicht mit Bösem vergelten, sondern ein Segen für andere sein, ist der Lehrtext für diesen Sonntag. Amandi Peiris nimmt diese biblische Herausforderung in Sri Lanka an. Sie versucht ihr Handeln im Alltag immer wieder zu hinterfragen. Sie will bewusst ein Segen für Andere werden.
O-Ton: Being a blessing means to be a help to somebody. It is not always the material things. For some people money is needed, food is needed or shelter is needed. But this is only a part to what people need. Some need somebody to whom they could talk to. Being a blessing means you must be able to give yourself away for the people.
Overvoice: Ein Segen zu sein heißt, anderen zu helfen. Nicht nur mit materiellen Dingen. Manche Menschen brauchen Geld, Essen oder ein Dach über dem Kopf. Andere brauchen einfach jemanden zum Reden.
Autorin: Ein Segen für Andere sein heißt, sich selbst zu verschenken. Nicht nur in Sri Lanka.
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