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ARD-Fernsehgottesdienst am 31.10.11 ab 10 Uhr. Konzept und Durchführung: Schüler/-innen der Birger-Forell-Realschule und des Söderblom-Gymnasiums in Espelkamp
Vorspiel: Blues durch den Tag von H.M. Kiefer
Moderatorin: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen, Amen. Wir feiern Reformationsgottesdienst in der Thomaskirche in Espelkamp. Dazu begrüßen wir Sie alle sehr herzlich und ebenso herzlich begrüßen wir alle Menschen in Deutschland, die diesen Gottesdienst über das Fernsehen mit uns feiern. Wir wollen darüber nachdenken, was an Leben und Wirken Martin Luthers heute, fast 500 Jahre später, für uns noch wichtig ist. Wir, das sind Schüler und Schülerinnen der Birger-Forell-Realschule und des Söderblom-Gymnasiums. Hier in der Thomaskirche feiern wir jedes Jahr unsere Einschulungsgottesdienste und die Gottesdienste zur feierlichen Entlassung aus der Schule. Wir danken der Kirchengemeinde für diese gute Nachbarschaft und freuen uns, dass wir diesen Reformationsgottesdienst gestalten dürfen. (Luther geht von rechts zur Kanzel)
Reformation ist vor allem mit einem Namen verbunden: Martin Luther. Er hat viel in Bewegung gesetzt; auch ein neues Nachdenken über Schule. Er hat sich stark gemacht für eine allgemeine Schulbildung. Einmal schrieb er an die Ratsherrn aller deutschen Städte: dass sie christliche Schulen errichten und unterhalten sollen. Er schreibt weiter:
Luther: „Die Welt bedarf, um auch nur ihren weltlichen Stand äußerlich zu erhalten, guter, fähiger Männer und Frauen. Solche Männer müssen aus Knaben werden, und solche Frauen müssen aus Mädchen werden. Es ist also darum zu tun, dass man kleine Knaben und Mädchen dazu recht unterrichte und aufziehe.“ (Moderatorin links ab, Luther rechts ab)
Gemeinde EG 268 Strahlen brechen viele (Flügel) 1. Strahlen brechen viele aus einem Licht. Unser Licht ist Christus. Strahlen brechen viele aus einem Licht und wir sind eins durch ihn. 2. Zweige wachsen viele aus einem Stamm. Unser Stamm heißt Christus. Zweige wachsen viele aus einem Stamm und wir sind eins durch ihn. 3. Gaben gibt es viele, Liebe vereint. Liebe schenkt uns Christus. Gaben gibt es viele, Liebe vereint und wir sind eins durch ihn 4. Dienste leben viele aus einem Geist, Geist von Jesus Christus. Dienste leben viele aus einem Geist und wir sind eins durch ihn 5. Glieder sind es viele, doch nur ein Leib. Wir sind Glieder Christi. Glieder sind es viele, doch nur ein Leib und wir sind eins durch ihn.
Schüler Realschule Gebet: Herr, unser Gott, aus unserem Alltag mit seinen Sorgen und Problemen kommen wir zu dir. „Unser Licht ist Christus. Liebe vereint und wir sind eins durch ihn.“ So haben wir gerade gesungen. Aber was bedeutet das? Wir möchten ein bisschen Zeit und Ruhe finden, um über die Botschaft deines Sohnes nachzudenken. Vor fast 5oo Jahren hat Martin Luther diese Botschaft in unsere Alltagssprache übersetzt. Was helfen uns seine Erkenntnisse in unserem Alltag heute? Öffne unsere Ohren und Herzen, lass uns Mut und Hoffnung schöpfen, dass du auch im Alltag der modernen Welt bei uns Menschen bist und dass Liebe vereinen kann.
Moderatorin (kommt von links, setzt sich in Bus, hinten links): Wir sehen gleich eine Schülergruppe auf dem Weg zur Wartburg. Martine wird oft von Selbstzweifeln geplant, ist außerdem sehr ehrgeizig und wird deswegen in der Schule gemobbt. (kommt von links, setzt sich in Bus vorne rechts) Linda ist eine Freundin von Martine; auch sie hat Sorgen, denn ihr Vater ist arbeitslos geworden. (kommt von links, setzt sich in Bus vorne links) Pascal hingegen ist ein Kritiker, er meint, dass sowieso alles schlecht sei; er kritisiert die Kirche und hinterfragt den Glauben. (kommt von links, setzt sich in Bus, hinten rechts. Moderatorin steht auf.) Alle drei unterhalten sich auf der Busfahrt. (Moderatorin nach links ab)
Schülerszene 1 Martine: Gleich müssten wir an Stotternheim vorbeikommen.
Linda: Muss ich das kennen?
Pascal: Ja, hast du im Unterricht etwa nicht aufgepasst?
Linda: Was soll die dumme Frage? Du weißt doch, dass ich im Moment andere Probleme habe, als mich um einen Ort namens Stotternheim zu kümmern. Und diesen Schulausflug mache ich bestimmt auch nicht freiwillig. Die fünfzehn Euro, die mich diese Bildungsreise kostet, könnte ich an anderer Stelle wesentlich besser gebrauchen.
Pascal: Ich finde, so ein Ausflug ist wenigstens mal eine Ablenkung. Außerdem fällt dadurch heute Biologie aus.
Martine: Das ist ja gerade das Problem. Die Stunde könnten wir dringend gebrauchen. Wir schreiben doch nächste Woche die Klausur.
Pascal: Das ist doch egal. Wofür soll ich mich anstrengen, wenn unsere Zukunft sowieso nicht mehr stattfinden wird.
Linda: Ich kann es nicht mehr hören. (steht auf) Wenn hier einer Probleme hat, dann bin ich das. (setzt sich auf den Sitzplatz hinten links) Warum verbreitest du so eine negative Stimmung. Du hast doch alles. Ihr habt Kohle ohne Ende, habt ein großes Haus, ein dickes Auto und deine Eltern lassen dich in Ruhe. Du kannst machen, was du willst. Trotzdem hört man von dir nur Sprüche, die einen total runterziehen.
Pascal: Wenn ich aus dem Fenster schaue, muss ich sagen, wenn ich in dieser Einöde alleine unterwegs wäre, würde ich auch Todesängste haben.
Linda: Was meinst du?
Martine: Er meint die Sache mit dem Gewitter. Deswegen fahren wir hier vorbei.
Pascal: Das Gewitter hat vor ca. 500 Jahren stattgefunden. Wenn du mich fragst, dann müsste man aber mal in Erwägung ziehen, ob sich das die Kirche nicht bloß ausgedacht hat, damit die Story einfach besser rüberkommt.
Martine: Das sagst du doch nur, weil du grundsätzlich gegen die Kirche eingestellt bist. Das, was damals passiert ist, finde ich total spannend. Wenn ich die Geschichte lese, finde ich mich irgendwie in ihr wieder.
Linda: Könntet ihr mir bitte einmal erklären, worüber ihr redet? (alle drei bleiben sitzen)
Taufstein Moderatorin: Hier sehen wir den Studenten Martin Luther. Er hat seine Eltern in Mansfeld besucht und ist nun auf dem Rückweg nach Erfurt, wo er Jura studiert.
Luthermusicalszene 1a: Intro Das Gewitter
Luther (geht ein Stück von rechts zur Mitte): Es war doch wichtig, wieder einmal meine Eltern zu besuchen. Seit ich studiere, sehe ich sie nur noch selten. Auf dieser Wanderung habe ich wenigstens ein wenig Zeit zum Nachdenken. (bleibt in der Mitte stehen, sieht die Gemeinde an und sieht zwei Schritte nach vorne) Schon seit meiner Kindheit beschäftigt mich die Frage, wie ich vor Gott bestehen kann, wie ich in seinem Sinne leben kann, um nicht als Sünder das Fegefeuer zu erleben. Aber es ist so schwer, immer wieder ertappe ich mich dabei, Sünden zu begehen. Dabei möchte ich doch, dass Gott mich liebt und mit mir zufrieden ist. (geht auf der Stelle, Donnern im Hintergrund)
Luther (bleibt stehen, sieht ängstlich nach oben): Was ist das? Es wird hoffentlich kein Gewitter geben, ausgerechnet jetzt. Hier gibt es doch keine Möglichkeit für einen Unterschlupf. (weicht zwei Schritte zurück zu den Stufen, Donnern wird lauter)
Luther (laut und voller Angst): Nein, nein, bitte, kein Gewitter! Gott, beschütze mich! Lass das Gewitter vorüberziehen. (weicht weiter zurück, Donnern wird noch lauter)
Luther (laut und verzweifelt): Oh Gott, willst du mich bestrafen? Ich weiß, ich habe nicht genug gebetet, ich war manchmal nicht ehrlich, ich, ich bin ein Sünder, aber – verschone mich! (mit verzweifeltem Aufschrei) Heilige Anna, hilf! (wirft sich vor Verzweiflung auf die Stufen, starkes, lautes Donnern)
Chor/ Band Chor/Band Song Ich stehe hier mit Todesangst, man hört den Donner grollen, es scheint als ob die Sünden mich zur Rechenschaft ziehen wollen. O nein, ich war nicht fromm genug und nun droht das Gericht! Jetzt geh ich in den Strafvollzug, doch das ertrag ich nicht! Hilf, heilige Anna, hilf mir, ich bin in argen Nöten, ich fürchte mich vor dem Gewitter, hab Angst, ein Blitzschlag wird mich töten. Hilf, heilige Anna, hilf mir Und wird mich Gott verschonen, verspreche ich dir Mönch zu werden, dann werd ich bald im Kloster wohnen. O nein, ich kann doch heute nicht Von dieser Erde gehen, denn vor Gottes Weltgericht könnt´ ich noch nicht bestehen. Ich möchte beten, Buße tun, mich geißeln, Reue zeigen und mich ohne auszuruhn vor Gott, dem Herrn verneigen. Hilf, heilige Anna, hilf mir, ich bin in argen Nöten, ich fürchte mich vor dem Gewitter, hab Angst, ein Blitzschlag wird mich töten. Hilf, heilige Anna, hilf mir Und wird mich Gott verschonen, verspreche ich dir Mönch zu werden, dann werd ich bald im Kloster wohnen. Ich habe Angst, Angst, Angst, Angst, Angst, Angst Hilf, heilige Anna, hilf mir, ich bin in argen Nöten, ich fürchte mich vor dem Gewitter, hab Angst, ein Blitzschlag wird mich töten. Hilf, heilige Anna, hilf mir. (leiser Donner im Hintergrund)
Luther (richtet sich auf, sitzend, blickt nach oben): Das Gewitter ist vorbei. (steht auf) Gott, ich danke dir! (geht zwei Schritte nach vorne, spricht zur Gemeinde) Heilige Anna, ich habe dir ein Versprechen gegeben. Das muss ich nun halten. Ich gehe ins Kloster, vielleicht lerne ich dort, wie ich vor Gott bestehen kann. Ich werde ein Mönch! (geht auf Kanzel)
Gemeinde Eg 178,11 Kyrie Herr, erbarme dich, erbarme dich. Herr, erbarme dich, Herr, erbarme dich.
Moderatorin: (von links) Lange Zeit lebt Luther im Kloster um Gott zu dienen und als frommer Mensch zu leben. Doch immer noch wird er von Ängsten geplagt. Es scheint ihm, als höre er Stimmen, die zu ihm sprechen und ihn zurechtweisen. (blickt auf zu Luther) Nun sitzt er in seinem Turmzimmer und betet: (geht links ab)
Luthermusicalszene 1b: Luthers Ängste
Luther (steht auf der Kanzel und betet): Herr, unser Gott. Nun bin ich schon so lange hier in Erfurt im Kloster. Aber noch immer weiß ich nicht, ob ich genug getan habe. War ich ehrlich genug, habe ich so gelebt, wie du es willst? Bist du zufrieden mit mir?
Chor Stimmen: Es ist nicht genug! Du hast noch nicht genug getan. Zu wenig geglaubt, zu wenig gebetet. (Schlag aufs Becken, Luther zuckt zusammen) Du bist ein Sünder!
Luther: Großer Gott. Ich habe Angst. Das sind so viele Stimmen in mir. Sie sagen mir, es sei nicht genug. Wie kann ich in deinem Sinne leben? Bitte verschone mich vor dem Fegefeuer. Sag mir, was ich tun soll. Soll ich noch mehr beten, noch demütiger sein?
Chor Stimmen: Es ist nicht genug. Du hast nicht genug getan! Zu wenig geglaubt, zu wenig gebetet! (Schlag aufs Becken, Luther zuckt zusammen) Du musst mehr tun, du bist ein Sünder. (zwei Mönche kommen von rechts, sehen zur Kanzel hoch)
Mönch 1 und Mönch 2: Bruder Martinus, Bruder Martinus!
Luther (spricht von der Kanzel zu den Mönchen): Was gibt es, meine Brüder?
Mönch 1: Begleite uns doch auf einem Spaziergang, Bruder Martinus.
Mönch 2: Wir wollen uns an Gottes schöner Schöpfung erfreuen und vor dem Abendessen ein wenig ausruhen.
Luther: Danke, meine Brüder. Aber ich kann nicht. Was ich auch tue, es ist Gott nicht genug. Ich werde weiter in der Bibel lesen und beten. (schaut wieder konzentriert auf Bibel)
Mönch 1: Ich mache mir Sorgen um unseren Bruder. Er wird jeden Tag blasser und man sieht ihn gar nicht mehr hier draußen.
Mönch 2: Seine Angst vor Gott frisst ihn auf. Er meint ständig, er könne ihm nicht genügen.
Mönch 1: Hoffentlich ist Gott gnädig und befreit ihn von seiner Angst.
Mönch 2: Das wünsche ich ihm auch. (beide nach rechts ab)
Chor Stimmen: Es ist nicht genug. Du bist und bleibst ein Sünder. (Beckenschlag. Luther erschrickt)
Moderatorin: (kommt von links zur Mitte) Viele Menschen hatten damals wie Luther Angst vor dem Fegefeuer, das sie nach dem Tod erwarten sollte, wenn sie nicht fromm genug gelebt hätten. So erfand die Kirche den Ablasshandel. Durch sogenannte Ablassbriefe konnten sich die Menschen von ihren Sünden freikaufen. Das Geld bekam die Kirche. Der berühmteste Ablassprediger war der Dominikanermönch Johannes Tetzel. Er begann den Ablasshandel in der Art eines Marktschreiers:
Ablassprediger Tetzel: (Viveka) (geht von rechts zur Mitte, zwei Menschen gehen ihm von rechts hinterher, bleiben aber zunächst zögernd vor der Kanzel stehen) Ablassbriefe! An alle Sünder! Habt ihr Angst vor dem Fegefeuer? Dann kauft euch frei. (klappert mit der Geldkiste). Kauft Ablassbriefe! Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt. Kauft euch frei von euren Sünden!
Mensch 2: Herr Tetzel!
Mensch 1: Warten Sie!
beide Menschen (halten bei ihm an): Zwei Ablassbriefe bitte!
Tetzel: (Viveka) Solche Christen lob ich mir. Hier, Ihre Briefe! (händigt ihnen zwei Briefe aus, erhält das Geld und lässt den Kasten wieder klappern, während er weiter geht) Ablassbriefe, kauft Ablassbriefe!
Mensch 1: (liest): „…so sind dir hiermit deine Sünden verziehen. Deine Seele ist gerettet.“
Mensch 2: Gottlob, nun sind wir ohne Sünde! (alle rechts ab)
Gemeinde Eg 178,11 Kyrie Herr, erbarme dich, erbarme dich. Herr, erbarme dich, Herr, erbarme dich.
Schülerszene 2 Linda: Also, was hat das jetzt mit dem Gewitter auf sich?
Martine: Luther war einem ständigen Leistungsdruck ausgesetzt und das Gefühl kenne ich sehr gut. Meine Eltern haben auch so ihre Vorstellungen von meiner schulischen Karriere. Was ist eigentlich mit dir los? Du siehst so traurig aus.
Linda: Mein Vater ….. er wurde entlassen.
Martine: Was?
Linda: Er ist angeblich nicht gut genug.
Martine: Wie jetzt?
Linda: Ich bin voll fertig: (senkt den Kopf, Martine macht einladende Geste, Linda setzt sich zu ihr auf Platz vorne links) Stell dir vor, wenn er hier keinen neuen Job findet, dann müssen wir bestimmt wegziehen.
Pascal: Ich sag’s ja, (setzt sich von Platz hinten rechts auf Platz hinten links) überall geht es bergab.
Martine: (macht zurückweisende Geste in Pascals Richtung) Warte doch ab. Vielleicht geht's ja doch noch mal bergauf mit seiner Firma.
Linda: Abwarten?
Martine: (legt den Arm um Linda) Ich werde dich auf andere Gedanken bringen. Lass uns was unternehmen, irgendwo hinfahren.
Linda: Das musst du gerade sagen. Du bist doch nur mit deinen Büchern beschäftigt. Du hast in den letzten Wochen überhaupt keine Zeit für mich gehabt. (lässt betrübt den Kopf hängen)
Martine: Du hast ja Recht. Aber was soll ich machen? Ich schreibe nächste Woche zwei wichtige Klausuren. Ich muss lernen.
Pascal: Meine Güte, dass du auch immer die Beste überall sein willst! Setz dich doch nicht so unter Druck!
Martine: (wendet sich beleidigt von ihm ab, tut als lese sie weiter)
Pascal: Lasst uns über was anderes reden. Sich mit Luther zu beschäftigen finde ich nämlich eigentlich auch ganz interessant. Aber ich glaube nicht alles, was er geglaubt haben soll. (Linda wendet sich ihm erstaunt zu) Gott hat ihn vielleicht im Gewitter verschont, aber wo war Gott, als auf so vielen Kontinenten die Erde bebte oder Städte bei schweren Stürmen zu Trümmerhaufen wurden? Und wo wird er sein, wenn die Welt untergeht?
Linda: Was hat das denn jetzt mit Luther zu tun?
Martine: (wendet sich Pascal auch wieder zu) Da sehe ich jetzt aber ehrlich gesagt auch keinen Zusammenhang. Obwohl es mich auch interessieren würde, ob Luther ein Mensch mit einer positiven oder negativen Lebenseinstellung war.
Pascal: Ich meine das Prinzip! Es geht doch überall bergab. Wir steuern auf den Untergang zu. Immerhin war Luther aber gegen die Ablassbriefe der Kirche, die die Menschen hinter das Licht führte.
Linda: Was meinst du denn jetzt schon wieder?
Martine: Mensch, der Sündenerlass!!! (frieren für drei Sekunden ein, dann stehen sie auf, bringen ihre Taschen zur Bank, kommen zurück und tragen mit Moderatorin die Stühle nach links zur Seite)
Orgel Gemeinde Eg 178,11 Kyrie Herr, erbarme dich, erbarme dich. Herr, erbarme dich, Herr, erbarme dich.
Lesung Johanna (Leserin kommt während Lied von links) Die Lesung für diesen Gottesdienst steht im Brief des Apostels Paulus an die Römer im ersten Kapitel, Verse 8 bis 17. Ich lese die Übersetzung von Martin Luther. Der Wunsch des Paulus, nach Rom zu kommen Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, dass man von eurem Glauben in aller Welt spricht. Denn Gott ist mein Zeuge, dem ich in meinem Geist diene am Evangelium von seinem Sohn, dass ich ohne Unterlass euer gedenke und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich's wohl einmal fügen möchte durch Gottes Willen, dass ich zu euch komme. Denn mich verlangt danach, euch zu sehen, damit ich euch etwas mitteile an geistlicher Gabe, um euch zu stärken, das heißt, damit ich zusammen mit euch getröstet werde durch euren und meinen Glauben, den wir miteinander haben. Ich will euch aber nicht verschweigen, liebe Brüder, dass ich mir oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen - wurde aber bisher gehindert -, damit ich auch unter euch Frucht schaffe wie unter andern Heiden. Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Nichtgriechen, der Weisen und der Nichtweisen; darum, soviel an mir liegt, bin ich willens, auch euch in Rom das Evangelium zu predigen. Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« (wartet auf Blickkontakt mit Luther, dann links ab)
Luthermusicalszene 2: Das Turmzimmererlebnis
Luther: (auf der Kanzel) Das ist es. (Blickkontakt mit Leserin) Im Römerbrief steht die Antwort auf meine Fragen. (geht von der Kanzel zur Mitte, oberste Stufe). Der Gerechte wird in Glauben leben. (geht die Stufen herunter, spricht zur Gemeinde) Als ich diese Bibelstelle in meinem Turmzimmer im Kloster las, da hat sich mein Leben geändert. Ich erkannte, dass meine Angst unnötig war. Gott ist kein strafender Gott, sondern ein Gott, der mich liebt. Wie sinnlos erschien mir nun auch der Ablasshandel. (geht zwei Schritte vor) Den Tag, an dem ich das erkannte, werde ich nie vergessen. Von da an klangen die Stimmen in mir ganz anders. (rechts ab)
Chor Stimmen: Es ist genug getan. Du bist von Gott angenommen, weil du an ihn glaubst.
Chor/Band Song Der Gerechte wird aus Glauben leben. Mein Leben war voller Angst und Pein, ich wollte fromm und gehorsam sein die Stimmen in mir riefen: Es ist noch nicht genug! Zu groß ist deine Sünde, sind Laster und Betrug Doch jetzt sind meine Zweifel fort, Voll Freude las ich heute Gottes Wort, In viel zu viele Ängste hab ich mich nur verrannt, doch jetzt habe ich erkannt:
Gott hat uns ein Versprechen gegeben: Der Gerechte wird aus Glauben leben. So lebe dein Leben voll Zuversicht, egal, was auch geschieht, Gott verlässt dich nicht.
Die Angst vor Gottes Weltgericht brachte mich aus dem Gleichgewicht. Die Stimmen in mir riefen: Ein Sünder bist du nur! So litt ich große Qualen in einer Tour. Doch jetzt wird mir vieles klar Ich glaube und spüre: Gott ist da. Mein Herz, es springt vor Freude, vorbei sind Angst und Pein,denn durch Gottes Gnade werd ich angenommen sein.
Gott hat uns ein Versprechen gegeben: Der Gerechte wird aus Glauben leben. So lebe dein Leben voll Zuversicht, egal, was auch geschieht, Gott verlässt dich nicht.
S O L O
Gott hat uns ein Versprechen gegeben: Der Gerechte wird aus Glauben leben. So lebe dein Leben voll Zuversicht, egal, was auch geschieht, Gott verlässt dich nicht. egal, was auch geschieht, Gott verlässt dich nicht. Gott verlässt dich nicht!
Schülerszene 3 Moderatorin: Unsere Schülergruppe ist inzwischen auf der Wartburg angekommen. Vor ihrer Führung machen sie eine kurze Rast und unterhalten sich über ihr Vertrauen zu Gott. (die drei Schüler kommen von links, setzen sich auf die Stufen; dann Moderatorin links ab)
Pascal: Also von Luther kennen wir unseren „lieben, barmherzigen Gott“??!
Linda: Lieb und barmherzig? Warum lässt Gott dann zu, dass jemand arbeitslos wird und die Familie dadurch in finanzielle Schwierigkeiten kommt? Warum das ganze Elend auf der Welt? Warum wirst du gemobbt, wenn du dich in der Schule besonders anstrengst?
Martine: Das kannst du wohl laut sagen. Ich denke, viele Menschen handeln nur gemein, weil sie selbst sich schwach fühlen oder mal gemein behandelt worden sind. (sieht Pascal an) Oder weil sie nicht allein dastehen möchten. Und es erfordert ja wirklich schon ziemlich viel Mut, gegen eine allseits beliebte und starke Clique eine andere Meinung zu haben. Wenn ich mich viel melde, weil mich das Fach nun mal interessiert, dann lästern die anderen, ich wolle mich einschleimen. Aber ich will doch Medizin studieren und brauch dafür nun mal ein gutes Abitur.
Linda: Wir kennen alle doch auch Menschen, bei denen wir uns wohl fühlen und so sein können, wie wir wirklich sind.
Pascal: Und was ist, wenn wir genau diese Menschen verlieren? (Martine und Linda sehen ihn an) Also, wenn meine Freundin zum Beispieldurch einen Autoraser zu Tode käme, ich wüsste nicht, ob ich dem vergeben könnte. Wenn ich mir vorstelle, ich würde sie nie wieder sehen. Den Tod kann man doch gar nicht wieder gut machen. Und dann auch noch vergeben?? Was ist denn mit denen, die leiden und trauern? (steht auf) Mal ehrlich, das Leben läuft nicht immer gut.
Linda: Hast du noch nie Mist gebaut und hinterher hat es dir leid getan? (Blickkontakt mit Pascal) Und warst du dann nicht froh, wenn du jemandem erzählen konntest. Mit meinen Eltern zum Beispiel kann ich eigentlich ziemlich viel besprechen, die sind ganz in Ordnung. (Martine und Linda sehen sich ratlos an, Linda steht auf) Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass da oben jemand auf mich aufpasst.
Pascal: Wenn es Gott überhaupt gibt.
Martine: (steht auf) Luther war davon jedenfalls felsenfest überzeugt.
Pascal: Das hat er manchmal aber sehr merkwürdig ausgedrückt. „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen…“ Klingt ziemlich militärisch.(Pascal mit Tasche links ab)
Linda: Na und? Für mich ist das ein Hoffnungslied: „Gott hilft uns frei aus aller Not…“. (Martine mit beiden Taschen und Linda links ab)
Orgel Michael Praetorius Choralbearbeitung „Ein feste Burg“
Gemeinde Eg 362, 1-3 Ein feste Burg Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, die uns jetzt hat betroffen. Der altböse Feind mit Ernst er’s jetzt meint; groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seinsgleichen.
Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit’ für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaot, und ist kein andrer Gott, das Feld muss er behalten.
Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau’r er sich stellt, tut er uns doch nicht; das macht, er ist gericht’: ein Wörtlein kann ihn fällen
Schülerszene 4 Moderatorin (am Ende des Liedes von links zur Mitte) Nach der Führung durch die Wartburg kehren unsere Schüler noch einmal in Luthers Studierzimmer zurück, um Pascal den berühmten Tintenfleck an der Wand zu zeigen, den dieser nicht bemerkt hatte. (mit Blick auf den Tintenfleck hinter der Kanzel rechts ab)
Martine: (mit den anderen beiden von links kommend) Hier ist der Tintenfleck. Ich kann nicht verstehen wie du ihn übersehen konntest!
Luther: (am Ende des Liedes von rechts auf Kanzel) Das habe ich eigentlich nicht so gern, dass man mich mitten in der Arbeit unterbricht. Meine Bibelübersetzung verlangt hundertprozentige Konzentration.
Pascal: (Findet den Typen in der Kutte ziemlich lächerlich) Was ist denn das für ein Vogel?
Luther: Wer seid ihr eigentlich? Ich habe solche wie euch hier noch nie gesehen.
Pascal: (beruhigt sich langsam, ist aber immer noch skeptisch, dass Luther tatsächlich vor ihm stehen soll.) Sorry, aber, sind Sie Martin Luther?
Luther: So ist es, junger Bursche!
Martine: Gut, dann können wir ja mal sehen, ob Sie uns etwas sagen können, was uns weiter bringt. Es ist so: Wir haben unheimlich oft das Gefühl, von unserem Umfeld nicht akzeptiert zu sein.
Luther: Das Problem ist mir sehr vertraut.
Martine: Und? Was sollen wir Ihrer Meinung nach machen?
Luther: Da kann ich euch nur zur Ehrlichkeit raten! Aber ich weiß auch, dass es schwierig sein kann, wenn man z.B. eine andere Meinung vertritt als alle anderen. Aber wenn man sich verstellt, führt das nur in eine Sackgasse. Man muss versuchen, der zu sein, der man ist.
Linda: Sie haben eigene Erfahrungen gemacht?
Luther: Allerdings! Ich hatte mit quälenden Selbstzweifeln zu kämpfen. Das war so schlimm, dass ich irgendwann dachte: wenn ich Mönch werde, dann werde ich meine Probleme los.
Pascal: Komischer Einfall! (wendet sich ab)
Luther: Nun, als Mönch lebst du ja auf alle Fälle so, dass Gott zufrieden mit dir sein kann - dachte ich jedenfalls. Und wenn Gott mit dir zufrieden ist, dann sind alle Selbstzweifel weg, hoffte ich.
Martine: Was hilft mir denn so eine Idee, wenn ich Ärger zuhause habe, weil alle ständig an mir rummeckern – wegen meiner Noten, wegen meiner Freunde, wegen der Musik, die ich höre ... wegen allem!!!
Luther: Also, ich hatte auch Probleme mit meinem Elternhaus. (Pascal wendet sich Luther wieder zu.)
Martine: Ach ja?
Luther: Ich war noch sehr jung damals. Und mein Entschluss ins Kloster zu gehen, hat meinen Vater fürchterlich wütend gemacht.
Martine: Wieso denn?
Luther: Ich ging nicht mehr den Weg, den er für mich vorgesehen hatte. Ich brach ja mein Jura-Studium ab, ohne mich vorher mit ihm zu besprechen. Aus war sein Traum vom erfolgreichen Sohn! Das konnte er nicht akzeptieren. Soviel zum "Angenommen-sein" bei meinem Vater. Das war erst mal weg.
Linda: Na gut, aber Sie wollten doch vor allem von Gott akzeptiert sein, haben Sie doch gesagt.
Pascal: Wie soll denn Gott bei Problemen helfen? Gott ist doch gar nicht greifbar.
Luther: (verlässt die Kanzel, stellt sich zur Schülergruppe) Du sagst, Gott ist nicht greifbar. Bei mir war das anders: Ich hatte das Gefühl, Gott sitzt mir im Nacken!
Martine: Das müssen Sie uns erklären!
Luther: Ich war wie besessen davon, mir die Anerkennung Gottes zu verdienen. Ich wollte perfekt sein! Alle meine Pflichten habe ich mit totalem Einsatz erfüllt. Wo immer ich Punkte bei Gott sammeln konnte, hab ich das getan. Aber in meinem Kopf war trotzdem ständig der Gedanke: das reicht nicht, das ist alles nicht genug. Je länger das so ging, desto mehr fühlte ich mich klein und wertlos vor Gott.
Linda: Konnte Ihnen denn keiner helfen?
Luther: Ich hatte Glück: mein Abt hat gesehen, was mit mir los war. Er hat mich akzeptiert, und das war schon mal der erste Schritt zur Befreiung.
Martine: Und dann?
Luther: Dann hab ich mich ans Bibelstudium gemacht. Dabei hab ich die Entdeckung gemacht, dass man sich die Annahme durch Gott nicht verdienen muss, weil Gott uns schon längst angenommen hat. Darauf können wir uns verlassen. (Blickkontakt mit den Schülern)
Linda: Und gar keine Zweifel mehr?
Luther: Nein, ich war damit plötzlich fertig. Weil ich bei Paulus im Römerbrief gelesen habe, dass der, der sich Gott anvertraut, auch Gott recht ist. Wir sind doch Gottes eigene Geschöpfe, wir sind von Gott gewollt und geliebt. Das ist mir damals absolut klar geworden.
Pascal: Und gilt das auch, wenn jemand, also wenn ich... wirklich so richtig Mist gebaut habe? (Blickkontakt zu Martine und Linda, Luther nimmt Pascal bei Seite, sie gehen drei Schritte nach links) Ich meine: wenn man etwas getan hat, was wirklich schlecht war und was für jemand anderen sehr schlimm war ... und das man auch nicht mehr rückgängig machen kann.
Luther: Du meinst: wenn man Schuld auf sich geladen hat? Denkst Du da an etwas Bestimmtes? Etwas, das mit dir selbst zu tun hat?
Pascal: Ja, also ... eigentlich ... Also wenn ich zum Beispiel mitgemacht habe, wenn jemand (Blickkontakt Martine) gemobbt wird.
:Luther "Ge-mobbt"? Was bedeutet das?
Pascal: (Linda und Martine treten an Luther und Pascal heran) Also, wenn jemand zum Außenseiter gemacht wird. Und man selber macht mit, weil man sich dann irgendwie stark fühlt.
Martine: (stellt sich neben Pascal, Blickkontakt) Nur, später schämt man sich und fängt an, sich selbst zu verurteilen.
Linda: (stellt sich ebenfalls neben Pascal, Blickkontakt) Aber man kann mit niemanden darüber sprechen ...
Luther: Glaub nicht, dass ich das nicht kenne. Ich kann euch nur sagen, was ich tue, wenn ich unsicher bin oder wenn ich mich selbst anklage, weil mir etwas aufs Gewissen drückt: Ich halte Gott meine Fehler und meine Selbstzweifel hin und bitte ihn, mich wieder aufzurichten.
Linda: Und das passiert dann auch?
Luther: Ja, das ist meine Erfahrung und mein fester Glaube. Und dadurch finde ich auch den Mut, meine Fehler vor anderen zuzugeben und mich um Versöhnung zu bemühen.
Linda: Das wäre also der Rat, den Sie uns geben können?
Luther: Richtig! Ihr müsst nicht fehlerlos sein. Niemand kann das. Ihr könnt so wie ihr seid zu Gott kommen und euch auf Christus berufen. Er hat niemanden ausgeschlossen. Ich fühle mich gehalten von Gott. (zur Gemeinde) „Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hände“. (geht wieder auf die Kanzel)
Pascal: Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mit uns zu reden. (alle drei nach links ab)
Luther: Geht mit Gott! (Schüler halten inne, blicken zu Luther auf, dann ab)
Moderatorin: (während Luther spricht von rechts, nachdem Schüler weg sind hoch zur obersten Stufe Mitte/Kanzel) Man kann wohl von einer Begegnung der besonderen Art sprechen. Martin Luthers Äußerungen haben unsere Schüler tief beeindruckt. (blickt zu Luther auf, Luther tritt von Kanzel herab und stellt sich rechts neben sie) Entgegen ihrer Erwartungen haben Luthers Erkenntnisse nichts an Aktualität eingebüßt. Wer sich Gott ganz anvertraut, …
Luther: …wird wieder aufgerichtet. (bleibt stehen)
(Zwei Sprecher von links, zwei Sprecher von rechts) Fürbitten:
Wir wollen Fürbitte halten Herr unser Gott, wir danken dir, dass du kein stummer Gott bist, sondern mit uns redest. Du stellst du uns Menschen wie Luther zur Seite, die uns helfen dein Wort zu verstehen. Hilf uns, dass wir immer neu lernen zu hören, was du uns zu sagen hast, und neu zu sehen, wie wir danach handeln sollen. Herr, unser Gott, wir danken dir, dass wir bei dir angesehen sind und du uns liebst, so, wie wir sind, mit all unseren Fehlern. Hilf uns, daran zu glauben und immer wieder den Mut zu finden, neu anzufangen und trotz Scheitern nicht aufzugeben. Herr, unser Gott, wir danken dir für die Begabungen, die du uns gegeben hast. Hilf uns, dass wir sie richtig einsetzen, dass wir mit Freude lernen und arbeiten und dass unser Tun segensreich für andere wird. Herr, unser Gott, überall haben Menschen Hunger. Hunger nach Brot, nach Gerechtigkeit, nach Freiheit, nach Liebe und Trost. Schenke uns Phantasie, Geduld und Überzeugungskraft, damit wir dazu beitragen können, dass alle Menschen zu ihrem Recht kommen und am Reichtum deiner Schöpfung teilhaben können, ohne dass Unrecht geschieht. Wir sprechen gemeinsam: Vater unser im Himmel…...
Gemeinde …………geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Gemeinde Liederheft 91 Verleih uns Frieden gnädiglich
Verleih' uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unser'n Zeiten, Es ist doch ja kein Ander' nicht, Der für uns könnte streiten, Denn du, unser Gott alleine.
Moderatorin: (kommt gegen Ende des Liedes von links, Luther kommt von rechts) Segen Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes komme über uns und bleibe bei uns jetzt und allezeit.
Luther: Wir sind Bettler, das ist wahr.
Alle :(alle Mitwirkenden kommen, positionieren sich auf oberster Stufe Mitte) Lied „Angenommen“ Angenommen Von Gott getragen in diesen Tagen Er gibt uns die Energie. Wir wollen was wagen und nicht verzagen Wir haben viel Phantasie. Ich bin ich, (ich bin ich) du bist du (du bist du). Und „wir“ bedeutet, alle gehören dazu, gehören dazu Angenommen, angekommen bei Gott. Angenommen, angekommen bei Gott. Niemals allein, ihr dürft euch freun. Du bist nicht einsam, lass uns gemeinsam voll Zuversicht durchs Leben gehen. Zusammenhalten, die Welt gestalten, Gemeinschaft macht das Leben schön. Nehmt euch an, (ich bin ich) wie ihr seid, (du bist du). wie Christus euch angenommen hat zu jeder Zeit, zu jeder Zeit. Angenommen, angekommen bei Gott. Angenommen, angekommen bei Gott. Niemals allein, ihr dürft euch freun. Hört gut zu und sagt es allen, in der Bibel steht: „Gott spricht: ich lasse dich nicht fallen und ich verlass dich nicht.“ Nicht durch des Gesetzes Werke bist du mir so nah Dein Glaube gibt dir Stärke, darum bin ich für dich da! Angenommen, angekommen bei Gott. Angenommen, angekommen bei Gott. Niemals allein, ihr dürft euch freun. Angenommen, angenommen

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