Der evangelische Rundfunkbeauftragte beim WDR

08.03.13; Daniel Schneider

Gottesdiensteinladung

Es gibt unfassbar viele Gründe, die dagegen sprechen: War spät gestern! Bin zum Brunchen verabredet! oder schlicht und einfach: Was soll ich da?

Das ist langweilig und uninteressant! Das sind nur einige plausible Argumente, um am Sonntagmorgen nicht in den Gottesdienst zu gehen!

Geht mir ganz genauso. Ich gehe in unregelmäßigen Abständen zum Gottesdienst. Und manchmal denke ich auf dem Nachhauseweg: Da hättest Du schön im Bett bleiben können.

Andererseits: Manchmal ist der Gottesdienst ein Wochenendhighlight. Die Luft ist am Sonntagmorgen irgendwie frischer, unverbrauchter. Die Straßen sind menschenleer, der Spaziergang zur Kirche pustet den Kopf frei. Da ist die ein- oder andere Überraschung im Gottesdienst versteckt: Ein Lied, das mir gefällt, ein Gebet oder ein Satz aus der Predigt, der mich interessiert. Ein Gedanke bleibt auf dem Weg nach Hause hängen.

Das sind keine Megaerlebnisse, nicht grell, laut oder besonders flippig, sondern schlicht, ruhig, leise, langsam. Wunderbar zum entschleunigen, treiben lassen, nachdenken. Genau das macht für mich einen Gottesdienst aus. So erlebe ich Gott intensiver und kann mich besser auf ihn einlassen. Und so ein bisschen „Sonntagmorgengottesdienstruhe“ nehme ich dann mit in die neue Woche.

Sprecher: Daniel Schneider

 

Audiobeitrag Gottesdiensteinladung


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